Sonntag, 23. März 2014

Bem-Vindo in Brasilien

22.03.2014  Fahrrad 16km
Endlich strahlt die Sonne vom Himmel. Das ist unser Tag für den Besuch der Wasserfälle!
Mit dem Public Bus geht es zum Parkeingang und dann sind wir sechs Stunden zu Fuss und mit der Kleinbahn unterwegs. Die Ausblicke sind wirklich beeindruckend. Eleanor Roosevelt soll beim Anblick der Wassermassen gesagt haben:  "Poor Niagara!" Ein Ausspruch, auf den die Argentienier mächtig stolz sind. Drei Viertel der Fälle liegt auf argentinischem Staatsgebiet, von wo man Zugang bis zum sogenannten „Teufelsschlund“, spanisch: Garganta del Diablo. 
Der Breite nach sind es die größten Wasserfälle der Welt und nach dem heftigen Regen der letzten Tage schätzt man den Durchfluss auf 7.000 m³/s!  Jedenfalls donnert, gurgelt und tost es um uns herum, Gischt sprüht und Regenbogen leuchten. Als Zugabe begegnen uns noch Nasenbären, Eidechsen, ein Affe und Kappenblauraben.

Zurück in der Stadt, packen wir die Räder und starten Richtung Brasilien. Der Grenzübertritt ist unkompliziert und auch unseren Warmshower Gastgeber Carlos finden wir schnell und werden herzlich aufgenommen.

21.03.2014
Glücklicherweise ist das Zimmer eigentlich für vier Leute, da können wir unsere feuchten Sachen ausbreiten. Mit den Rädern fahren wir ins Dreiländereck (Argentinien, Brasilien, Paraguay), an den Zusammenfluß des Rio Paraná und des Rio Iguazú.
Holen Erkundigungen ein wie wir den Besuch der Wasserfälle morgen organisieren, waschen Wäsche, Thomas putzt wieder die Räder und nachmittags besuchen wir den "Jardin de los picaflores". Ein kleiner, privater Garten, in dem sich seit 30 Jahren viele Arten von Kolibris heimisch fühlen. Von Zuckerlösung und Nektar angelockt umfliegen uns die schnellen Vögel ohne Scheu. Wir sitzen einfach auf der Bank und genießen das Treiben um uns herum.

20.03.2014
Frühstück an der "Tanke" und dann nehmen wir die 40km nach Posadas unter die Reifen. Es regnet zum Glück nicht mehr und an einem Bach waschen wir den roten Schlamm von den Taschen und Rädern.
Die Straße wird gerade zur Autobahn ausgebaut, teilweise haben wir eine ganze Fahrbahn für uns, teilweise ist es ganz eng ohne Seitenstreifen. Kurz vor unserem Ziel setzt der Regen wieder ein, die Reinigungsaktion war umsonst. An der Straße Nr. 12, die nun direkt nach Iguazú führt, nimmt uns kein LKW mit. Auch die ersten 3 Busse haben keinen Platz für die Räder. Erst beim letzten des Tages, 19 Uhr sind wir erfolgreich. Nass und geschafft sinken wir in die Polster und schaukeln fünf Stunden nach Iguazú. Genau Mitternacht begeben wir uns auf Hostelsuche. Eine heiße Dusche und ein kaltes Bier - fertig.

Aktuelle Position:-25.597800, -54.567917

Kommentare:

  1. Schick! Ich fand die Cataratas eines der beeindruckendsten Fleckchen Erde!
    Wo gehts denn noch hin in Brasilien? Kommt ihr bis Rio?
    Unbedingt mal Rodizio essen gehen, vorallem da im Süden.
    Boa Viagem!

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  2. Nö Tine, so weit kommen wir nicht. Wir sind nur wegen des deutlich billigeren Rückfluges Richtung São Paulo unterwegs. Von dort geht's dann heim. Rodizio war lecker und viiiiiel. :-)

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